SNOB - Wolfgang Jagemann ging von uns

Wolfgang Jagemann ging von uns Drucken
Geschrieben von Peter Andrasch   
Thursday, 30. April 2015
 

Die SFr Nord-Ost trauern um einen sympathischen, hilfsbereiten und zuverlässigen Menschen, um ihren

 

 

 

 Schachfreund W o l f g a n g J a g e m a n n !

 

 

   

 

 

 

Geboren am 14.04.1929 - am 20.04.2015 kam das Schachmatt!

 

 

 

So gutgelaunt feierte unser Wolfgang seinen 85. vor einem Jahr. Wenige Tage nach seinem 86. Geburtstag wechselte er ins Reich unserer Schachgöttin Chaissa. Da hatte er rekordverdächtige 64 Jahre (seit dem 1.8.1950 !!!) in unserem Schachverein verbracht. Er gehörte noch fast zur Gründergeneration unseres Schachvereins und war das mit Abstand langjährigste Mitglied. Die vielen gesundheitlichen Beeinträchtigungen hatten ihn leider immer weniger an seinem schönem Hobby teilnehmen lassen.

 

 

 

Wolfgang Jagemann, ein Urgestein der Schachfreunde Nord-Ost Berlin, hat in vielfältiger Form und mehreren Funktionen den Verein mit geprägt. Er war Mannschaftsleiter, Technischer Leiter und über Jahrzehnte ein akribischer Chronist - sowie buchstäblich die gute Seele des Vereins. Besondere Erwähnung verdient sein soziales Engagement für unsere behinderten Schachfreunde. Sei es der beliebte Gartenskat oder die Betreuung von Schachfreund Manne Siedler, der ohne ihn kaum am Vereinsleben hätte teilnehmen können. So brachte er nicht nur ihn zu den Vereinsabenden mit dem Rollstuhl in den Club. Auch andere Rollstuhlfahrten ermöglichte er. Bis er dann seit letztem Jahr selbst den Rollstuhl benötigte.

 

 

 

 

Wolfgang im Kreis seine Freunde (im Vordergrund Jagemann vs. Siedler)

 

 

 

 

Im Kreise von Freunden – in den 70er Jahren anläßlich eines Freundschaftsvergleichs mit Lech Poznan

 

 

 

 

Wolfgang liebte das Schachspiel - genau wie die Gemeinschaft um ihn herum

 

 

 

 

 

Wenn ihm auch die großen schachlichen Erfolge versagt blieben, war er immer ein ehrgeiziger, einsatzbereiter Teil seiner jeweiligen Mannschaft. Er fuhr noch als über 80 jähriger am Sonntagmorgen mit der S-Bahn quer durch Berlin, um den entscheidenden Punkt für den Mannschaftssieg zu erkämpfen. Ohne seine kämpferische Einstellung, hätte er wohl auch nicht die über ein Jahrzehnt hinaus gehende Dialyse überstanden.

 

 

 

Eine besondere Ehre war für ihn der Erhalt der Silbernen Ehrennadel des Berliner Schachverbandes, die er aus den Händen vom Innenminister Otto Schily im Jahre 2000 erhielt.

 

 

 

Wolfgang – wir werden Dich nicht vergessen!

 

 

 

 Der Vorstand im Namen aller Mitglieder  

 
 
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